Goldener Meisterbrief - Drehorgel Schweiz

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Goldener Meisterbrief für Drehorgelbauer Josef Raffin


Goldener Meisterbrief für Drehorgelbauer Josef Raffin, Überlingen. Die Übergabe erfolgte in der Fernsehsendung „Musikantenstadl“ durch den Präsidenten der Handwerkskammer Ulm, Anton Gindele, in Kreuzlingen.

Von WILHELM LEBERER (Südkurier)
Mit dem Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Ulm ausgezeichnet wurde Josef Raffin. Der 79-Jährige ist Orgel- und Harmoniebaumeister. Vor 50 Jahren hatte er die Meisterprüfung in diesem Beruf abgelegt. Der Goldene Meisterbrief wurde Raffin in der Fernsehsendung „Musikantenstadl“ vom Präsidenten der Handwerkskammer Ulm, Anton Gindele, überreicht. Der „Musikantenstadl“ wurde am Samstag aus der Bodensee-Arena in Kreuzlingen (Schweiz) übertragen. Zur Verleihung des Meisterbriefes war Raffins Großfamilie in der Fernsehsendung aufmarschiert. Neben seiner Frau waren dies acht Töchter samt Ehemänner sowie 20 Enkel. Die Überreichung der Auszeichnung durch den Handwerkskammer-Präsidenten und ein kleines Konzert zweier Töchter und eines Schwiegersohnes mit Drehorgeln auf der Fernsehbühne waren zu einer herzzerreißenden Familiensache vor einem Millionenpublikum in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Fernseher geworden. So hatte sich der noch 79-jährige Josef Raffin – am 24. Mai wird er 80 – den Besuch der Fernsehsendung „Musikantenstadl“ wohl nicht vorgestellt. Er saß mitten im Publikum und genoss das Programm, als plötzlich Moderator Andy Borg neben ihm stand und ihn als Orgelbauer vorstellte. Gut, bis dahin noch nichts Ungewöhnliches, denn sein Beruf hat schließlich auch etwas mit Musik zu tun. Als Borg aber Raffin samt seiner Frau aufforderte, auf einem Sessel mitten in der Halle Platz zu nehmen, war klar, dass es nicht bei einem normalen Gespräch bleiben würde. Und die Aufregung war dem Orgel- und Harmoniebaumeister auch anzusehen.

Dem „Musikantenstadl“ ist es gelungen, alle Kinder samt Ehegatten sowie Enkel an den Bodensee zu lotsen, ohne dass das Familienoberhaupt etwas mitbekommen hatte. Dann aber kam die weitere Überraschung, die Verleihung des Goldenen Meisterbriefes. Raffin ist auch heute noch fast jeden Tag in seiner Firma und schaut nach dem Rechten. „Und ganz, ganz selten hat ein Meister 50-jähriges Jubiläum“, sagte Borg und fügte hinzu: „Ich fürchte, es ist noch nicht zu Ende.“ Und so war es auch, denn zum krönenden Abschluss kamen die drei, die das Lebenswerk von Josef Raffin weiterführen, seine beiden Töchter Gudrun und Friedlinde sowie Schwiegersohn Rafael Engeser, mit drei original Raffin-Drehorgeln in die Bodensee-Arena und spielten zusammen sein Lieblingslied.

Copyright © by "Drehorgel Schweiz" -  all rigths reserved -   LasUpdate: 21.11.2017
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